LEISHMANIOSE

Leishmaniose beim Hund ist eine chronische, oft lebenslange Infektionskrankheit, die vor allem in südlichen Ländern (z. B. Mittelmeerraum) vorkommt, aber auch in anderen Regionen auftreten kann.

Ursache & Übertragung

  • Verursacht durch Leishmania-Parasiten
  • Übertragung fast immer durch den Stich der Sandmücke
  • Nicht direkt von Hund zu Hund ansteckend

Typische Symptome

Die Krankheit kann Monate bis Jahre nach der Ansteckung ausbrechen. Häufige Anzeichen sind:

  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
  • Müdigkeit, Leistungsschwäche
  • Hautprobleme (Schuppen, Haarausfall, Wunden – besonders an Ohren, Nase, Augen)
  • Lange, brüchige Krallen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Nasenbluten
  • In schweren Fällen: Nierenprobleme

⚠️ Manche Hunde zeigen lange keine Symptome, sind aber trotzdem infiziert.

Diagnose

  • Bluttests (Antikörper- oder Erregernachweis)
  • Oft wiederholte Tests nötig, besonders bei Hunden aus dem Ausland

Behandlung

  • Nicht heilbar, aber gut kontrollierbar
  • Langfristige medikamentöse Therapie (vom Tierarzt festgelegt)
  • Regelmäßige Blut- und Organchecks (v. a. Nieren)

Mit guter Behandlung können viele Hunde noch viele Jahre gut leben.

Vorbeugung

  • Schutz vor Sandmücken (Repellents, Halsbänder)
  • In Risikogebieten: Hund abends/nachts im Haus lassen
  • Es gibt eine Impfung, die das Risiko senkt, aber nicht vollständig schützt
  • Auslandshunde testen lassen (auch mehrfach)

Grundregeln für Ernährung bei Leishmaniose

1. Purinarm füttern (sehr wichtig!)

❌ Nicht geeignet / vermeiden:

  • Innereien (Leber, Niere, Milz, Herz)
  • Pansen, Blättermagen
  • Fisch (v. a. Sardinen, Hering)
  • Wildfleisch
  • Hefe, Algen (z. B. Spirulina)
  • Knochen & Knochenmehl

✅ Geeignet (purinarm):

  • Hühnerbrust
  • Putenbrust
  • Kaninchen
  • Mageres Rind (nur wenig)
  • Eier
  • Hüttenkäse / Magerquark (wenn vertragen)

2. Protein moderat, aber hochwertig

  • Nicht extrem eiweißreich
  • Qualität wichtiger als Menge
  • Bei Nierenbeteiligung oft eiweißreduziert

3. Nieren schonen

Viele Leishmaniose-Hunde entwickeln Nierenprobleme:

  • Phosphor reduzieren
  • Viel Feuchtigkeit im Futter
  • Regelmäßige Blutkontrollen